Welche Vergünstigungen und Sozialleistungen gibt es?

  • Kann ich als Student/-in ALG II beantragen?

    Für immatrikulierte Studierende ist es in der Regel nicht möglich, Arbeitslosengeld II-Leistungen in Anspruch zu nehmen. Dies gilt auch, wenn BAG z.B. wegen Fachrichtungswechsel, Überschreitung der Altersgrenze oder Überschreitung der Höchstförderdauer weggefallen ist.

    Allerdings gibt es Ausnahmen von diesem Grundsatz, unter anderem:

    • Kinder von Studierenden (Sozialgeld)

    • Arbeitslosengeld II als Darlehen im Härtefall

    • Arbeitslosengeld II im Urlaubssemester

    • Arbeitslosengeld II im Teilzeitstudium

    • Mehrbedarf aufgrund von Krankheit/Behinderung, Schwangerschaft und für Alleinerziehende

    • einmalige Leistungen für Schwangere/Studierende mit Kind

    Bei Fragen können Sie sich gern an die Sozialberatung des Studentenwerks wenden.

  • Kann ich als Student/-in Wohngeld beantragen?

    Studierende, denen BAföG dem Grunde nach nicht zusteht oder denen BAföG-Leistungen ausschließlich als Darlehen gewährt werden, können von der Wohngeldstelle ihrer Stadt unter Umständen einen Zuschuss zu ihren Mietkosten (= "Wohngeld") erhalten.

    Das ist z.B. der Fall, wenn:

    • die Ausbildung nicht nach BAföG förderungswürdig ist
    • die Altersgrenze oder die Förderhöchstdauer für BAföG überschritten sind
    • die erforderlichen Leistungsnachweise für BAföG im 4. Fachsemester nicht erbracht wurden
    • internationale Studierende die Voraussetzungen für BAföG nicht erfüllen [die Aufenthaltsbewilligung darf jedoch NICHT nur zum Zwecke des Studiums (§16.1 AufenthG) erteilt worden sein] 
    • ein Urlaubssemester eingelegt wurde
    • ein Studium nur in Teilzeit betrieben wird
    • es sich um ein Zweitstudium handelt

    Nicht dazu gehört die Ablehnung eines BAföG-Antrages aufgrund zu hohen Einkommens oder Vermögens. Auch internationale Studierende, die eine Aufenthaltserlaubnis für das Studium (nach §16.1AufenthG) haben, können kein Wohngeld beantragen, weil damit der Nachweis einer gesicherten Studienfinanzierung in Frage gestellt wird.

    Studierende, die BAföG nach §15 (3a) als Abschlusskredit erhalten, sind nicht mehr vom Wohngeld ausgeschlossen, können also BAföG und Wohngeld parallel beziehen.

    Bedingung für den Wohngeldanspruch ist, dass der Antragsteller seinen Haupt- oder Nebenwohnsitz in der jeweiligen Stadt hat und dort einen eigenen Hausstand führt, der seinen Lebensmittelpunkt bildet, also nicht nur zum Zwecke des Studierens vorübergehend von der elterlichen Wohnung abwesend ist. (Indizien für den eigenen Hausstand sind z.B. eigene Kinder oder Ehepartner, die elterliche Wohnung ist zu klein, es wurden alle Möbel aus der elterlichen Wohnung mitgenommen, es wurde eine komplette Kücheneinrichtung oder Waschmaschine angeschafft, es besteht ein "tiefgreifendes Zerwürfnis" mit den Eltern u. ä.)

    Bedingung ist weiterhin, dass der Antragsteller Mieter der Wohnung auf der Grundlage eines Mietvertrages ist, die Wohnung tatsächlich selbst bewohnt und die Miete selbst entrichtet. Außerdem muss ein ausreichendes Einkommen zur Bezahlung der Miete und zur Bestreitung des Lebensunterhaltes vorhanden sein. Hierbei werden seit 2009 auch Studienkredite als Mittel zum Lebensunterhalt anerkannt.

    Dem Wohngeldantrag muss eine Bescheinigung des BAföG-Amtes über die voraussichtliche Ablehnung oder ein ablehnender BAföG-Bescheid beigelegt werden. Daher empfiehlt es sich, immer zuerst im BAföG-Amt vorzusprechen. Weiterhin müssen der Personalausweis, der Mietvertrag, der Studentenausweis sowie Nachweise über das eigene Einkommen vorgelegt werden.

    Auch wenn man selbst Anspruch auf BAföG hat, aber im Haushalt Familienmitglieder leben, denen kein BAföG zusteht (z.B. Kinder oder Ehepartner), ist die gesamte Familie wohngeldberechtigt. In dieser Konstellation sollte geprüft werden, ob den nicht BAföG-berechtigten Familienmitgliedern eventuell Leistungen des Jobcenters zustehen (z.B. Sozialgeld einschließlich Wohnkosten, Kinderzuschlag, Mehrbedarfszuschläge) und es ist abzuwägen, welche Variante geeigneter ist.

    Die Höhe des Wohngeldes hängt von der Familiengröße, dem Familieneinkommen und der Höhe der Mietbelastung ab. Es wird in der Regel immer für 12 Monate und frühestens ab dem Tag der Antragstellung bewilligt. Wurden zunächst Leistungen des Jobcenters beantragt und abgelehnt, kann das Wohngeld bei Antragstellung innerhalb eines Monats nach der Ablehnung auch rückwirkend ab Antragstellung beim Jobcenter gezahlt werden.

    Weitere Informationen, Wohngeldtabellen sowie einen Wohngeldrechner finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums  für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

    Auf den Internetseiten der Städte Chemnitz und Zwickau finden Sie ebenfalls nützliche Informationen rund um die Beantragung von Wohngeld, Antragsformulare sowie einen Wohngeldrechner.

    Beantragung & Besucheranschrift

    Chemnitz

    Stadt Chemnitz
    Sozialamt
    Abt. Soziale Leistungen
    Moritzhof/BVZ I

    Bahnhofstraße 53
    091
    11 Chemnitz
    Telefon:
    115
    E-Mail: soziale.leistungen@stadt-chemnitz.de

    Zwickau

    Stadt Zwickau
    Amt für Schule, Soziales und Sport
    Sachgebiet Wohngeld
    PF 20 09 33
    08009 Zwickau
    Telefon: 0375 44020

    Besucheranschrift:
    Amt für Schule, Soziales und Sport
    Werdauer Straße 62, Haus 4
    08056 Zwickau
    Telefon: 0375 83-4090

  • Wie lange bekommt man Kindergeld?

    Wer seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, kann Kindergeld beanspruchen. Internationale Studierende müssen zusätzlich zum Wohnsitz eine gültige Niederlassungserlaubnis nachweisen; eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Studiums berechtigt nicht, Kindergeld zu beantragen.

    Die Höhe des Kindergeldes beträgt jeweils 190 € pro Monat (neu: ab 01.01.2017 192 €) für das erste und zweite Kind einer Familie.

    Bis zum 18. Lebensjahr gibt es in der Regel keine Probleme mit der Zahlung des Kindergeldes. Danach, also mit Volljährigkeit des Kindes, muss ein schriftlicher Kindergeldantrag gestellt werden, in dem die Ausbildung als Berücksichtigungsgrund genannt wird. Vordrucke dazu gibt es bei der zuständigen Familienkasse. Bitte beachten Sie, dass Urlaubssemester Einfluss auf die Bewilligung des Kindergeldes haben.

    Der Familienkasse müssen Beginn und Ende der Ausbildung angezeigt werden. Außerdem benötigt die Familienkasse in jedem Semester die neue Immatrikulationsbescheinigung.

    Der Anspruch auf Kindergeld für Kinder in Ausbildung endet vor der Vollendung des 25. Lebensjahres. Diese Fristen können jeweils um Wehr- oder Zivildienstzeiten verlängert werden, sofern die Tätigkeit vor dem 01.07.2011 angetreten wurde.

    Für Kinder, die aufgrund einer vor dem 25. Lebensjahr erworbenen Behinderung keine existenzsichernde Erwerbstätigkeit ausführen können, ist der Kindergeldanspruch ohne Altersgrenze.

    Chemnitz
    Familienkasse Chemnitz
    Heinrich-Lorenz-Straße 20
    09120 Chemnitz
    Telefon: 0800 4555530 oder -33 (bundesweite Rufnummer)
    Telefax: 0371 567-1870
    E-Mail: familienkasse-chemnitz@arbeitsagentur.de

    Zwickau
    Familienkasse Plauen
    Hegelstraße 64a
    08527 Plauen
    Telefon: 0800 4555530 oder -33 (bundesweite Rufnummer)
    Telefax: 03741 231236
    E-Mail: familienkasse-plauen@arbeitsagentur.de

    Bei Fragen können Sie sich gern an die Sozialberatung des Studentenwerks oder an Ihre zuständige Familienkasse wenden (www.familienkasse.de).

  • Ist eine Befreiung bzw. Rückerstattung vom Semesterbeitrag möglich?

    Unter bestimmten Bedingungen können Fern- oder Weiterbildungsstudierende sowie Studierende, die sich im Urlaubssemester befinden, vom Studentenwerk einen Teil ihres Semesterbeitrages (Anteil für Hochschulgastronomie) erlassen bekommen. Im Einzelnen sind die Bedingungen hierfür in der Beitragsordnung des Studentenwerkes Chemnitz-Zwickau geregelt. Für einen Antrag auf Beitragsrückerstattung/Befreiung gemäß unserer Beitragsordnung verwenden Sie bitte je nach Ihrer Hochschulzugehörigkeit das entsprechende Formular:

    Beitragsordnung (PDF: 26 kB)

    Antrag Rückerstattung Semesterbeitrag TUC (PDF: 73 kB) oder
    Antrag Rückerstattung Semesterbeitrag/Semesterticket WHZ  (PDF: 88 kB)

     

    Für Fragen und Auskünfte stehen Ihnen gern zur Verfügung:

    Chemnitz

    Frau Littmann
    Thüringer Weg 3, Zimmer 216
    09126 Chemnitz
    Tel.: 0371 5628-719
    E-Mail: annett.littmann@swcz.de

    Sprechzeiten

    Dienstag - Donnerstag: 09:00 - 11:30 Uhr und 12:30 - 15:30 Uhr
    Freitag: 09:00 - 11:30 Uhr

    Für noch nachzureichende bzw. fehlende Unterlagen befindet sich auf der 2. Etage des Gebäudes Thüringer Weg 3 in Chemnitz im Flurbereich neben dem Aufzug ein gesondert beschrifteter Briefkasten.

    Zwickau

    Frau Költzsch
    Innere Schneeberger Straße 23, Haus 1, Zimmer 114/1
    08056 Zwickau
    Tel.: 0375 2710-131
    E-Mail: judith.koeltzsch@swcz.de

    Sprechzeiten

    Dienstag: 12:30 - 17:00 Uhr
    Donnerstag: 09:30 - 11:30 Uhr und 12:30 - 15:30 Uhr

    Telefonische Sprechzeiten außerhalb der persönlichen Sprechzeiten und gern nach Vereinbarung!

     

    Häufig gestellte Fragen zur Rückerstattung/Befreiung von Semesterbeiträgen

  • Wer kann sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen und wer muss zahlen?

    Seit Januar 2013 muss grundsätzlich für jede Wohnung Rundfunkbeitrag gezahlt werden. Dabei ist es unerheblich, ob Empfangsgeräte (TV, Radio, etc.) im Haushalt vorhanden sind bzw. genutzt werden. Die Gebühr beträgt 17,50 € pro Monat und wird in der Regel vierteljährlich entrichtet. Damit müssen pro Haushalt vier Mal im Jahr 52,50 € gezahlt werden.

    Was gilt als Wohnung?

    • Grundsätzlich zählt als Wohnung im beitragsrechtlichen Sinne jede baulich abgeschlossene
    • Raumeinheit, die zum Wohnen oder Schlafen geeignet ist oder genutzt wird (Vorhandensein von Bad bzw. Küche irrelevant) und

    • durch einen eigenen Eingang unmittelbar von einem Treppenhaus, einem Vorraum oder von außen – also nicht durch einen anderen Wohnraum – betreten werden kann.

    Bitte beachten Sie, dass jeder angemeldete Wohnsitz, egal ob Neben- oder Hauptwohnsitz, grundsätzlich als eigenständige/r Wohnsitz bzw. Wohnung gilt und eine Zahlungspflicht für den Rundfunkbeitrag besteht. Sollten Sie als Studierender in Ihrem Studienort mit einem Nebenwohnsitz angemeldet sein, gilt für diese Unterkunft (Wohnheim- oder WG-Zimmer, eigene Wohnung) generell die Pflicht zum Zahlen des Rundfunkbeitrags.

    Im Folgenden finden Sie nähere Informationen zu unterschiedlichen Wohnkombinationen und deren Einstufung bei der Zahlung des Rundfunkbeitrags.


    Wohnheim und Wohngemeinschaften:

    • Ein Einzelapartment gilt als einzelne Wohnung, z.B. Wohnheim Thüringer Weg 3 in Chemnitz oder Wohnheim Makarenkostraße 4/6 in Zwickau.

    • Eine Wohngemeinschaft kann den Rundfunkbeitrag unter den Mitbewohnern aufteilen, wenn alle beitragsrechtlichen Kriterien einer Wohnung erfüllt sind (siehe oben), z.B. Wohnheim Reichenhainer Str. 35 in Chemnitz oder Wohnheim Innere Schneeberger Straße 23 in Zwickau. Pro Wohngemeinschaft muss eine volljährige Person angemeldet sein und den Rundfunkbeitrag bezahlen. Wer das sein soll, kann die Wohngemeinschaft selbst entscheiden. Alle anderen BewohnerInnen können (und sollten!) sich abmelden (d.h. sich auf den Beitragszahler der WG zurückmelden).

    • Flurgemeinschaften (Einzelzimmern mit Etagenküchen und/oder Etagenbädern sowie einer Etagenzugangstür) gelten als einzelne Wohnung (siehe oben) und sind damit beitragspflichtig.


    Befreiung für BAföG-EmpfängerInnen

    Als BAföG-EmpfängerIn kann man sich von der Beitragspflicht befreien lassen. Dazu muss ein schriftlichen Antrag gestellt werden und die Bescheinigung „Rundfunkbeitragsbefreiung“, die Sie gemeinsam mit Ihrem BAföG-Bescheid erhalten haben, beigelegt werden.

    Der Antrag auf Beitragsbefreiung musste bisher spätestens 2 Monate nach dem Erstellungsdatum des BAföG-Bescheides bei dem Rundfunkbeitragsservice eingegangen sein. Ab dem 01.01.2017 entfällt die 2 Monatsfrist. Künftig sind Befreiungsanträge rückwirkend für bis zu drei Jahre möglich, wenn nachweislich in diesem Zeitraum die Befreiungsvoraussetzungen erfüllt wurden.

    Eine Befreiung bzw. Ermäßigung von der Beitragspflicht galt bisher nur für Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner. Ab dem 01.01.2017 gilt diese Regelung innerhalb einer Wohnung auch für Kinder, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

     

    Alle Änderungen in der Übersicht: 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrag

    Weitere Informationen und alle Antragsformulare finden Sie unter: www.rundfunkbeitrag.de

     

    Bei Fragen können Sie sich gern an die Sozialberatung des Studentenwerks oder an den StuRa Chemnitz und StuRa Zwickau wenden.

  • Bin ich als Student/-in unfallversichert?

    Freizeitunfallversicherung des Studentenwerkes
    Bei Spiel und Sport in der Freizeit kann auch mal ein Unfall passieren. Aus diesem Grund hat das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau für alle Immatrikulierten der TU Chemnitz und der WH Zwickau eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen.

    Der Versicherungsschutz umfasst alle Unfälle während der Freizeit, bei Praktika und prüfungsvorbereitenden Tätigkeiten für das Studium außerhalb der Hochschule. Mitversichert sind auch Unfälle bei der Betätigung in einem Beruf oder Gewerbe – auch als Werkstudent -, für die nach dem SGB VII die zuständige Berufsgenossenschaft einzutreten hat, sofern diese Tätigkeit zum Studium gehört. Er gilt weltweit und rund um die Uhr!

    Zu beachten ist, dass die Freizeitunfallversicherung des Studentenwerks nur für etwaige Folgeschäden, z. B. für eine aus dem Unfall resultierende Invalidität (siehe Absatz: Versicherungssumme) aufkommt.

    Versicherungssumme:

    • bei Invalidität (225 %ige Progression) 56.000 €
    • bei Vollinvalidität (100 % Invalidität) 126.000 €
    • für Bergungskosten bis 5.000 €
    • für kosmetische Operationen bis 5.000 €


    Sollten Sie einen Unfall erleiden und diese Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen müssen, dann ziehen Sie bitte in jedem Fall einen Arzt hinzu und wenden sich unverzüglich an unsere Sozialberatungsstellen.


    Gesetzliche Unfallversicherung für Studierende
    Bei allen Tätigkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Studium stehen, sind Studierende der TU Chemnitz und der WH Zwickau durch den Freistaat Sachsen gesetzlich unfallversichert. Das gilt auch für Unfälle auf dem Weg zum und vom Studienort sowie für Veranstaltungen des Hochschulsports. Der Unfallversicherungsträger ist die Unfallkasse Sachsen, Postfach 42, 01651 Meißen.

    Zur Inanspruchnahme der Versicherung müssen Unfälle umgehend im Dekanat der jeweiligen Fakultät gemeldet werden.

    Zusätzlich müssen Unfälle von Studenten bei folgenden Stellen gemeldet werden:

    Chemnitz
    TU Chemnitz - Büro für Arbeitssicherheit und Umweltschutz
    Thüringer Weg 11, Zimmer 125
    09126 Chemnitz

    Zwickau
    WH Zwickau - Dezernat Studienangelegenheiten
    Gebäude III
    Dr.-Friedrichs-Ring 2
    08056 Zwickau