12.10.2026
Liebe Studierende, aus aktuellem Anlass möchten wir Sie über Folgendes informieren:
Seit einiger Zeit sind immer wieder Angebote zur Heimarbeit als sogenannte „Waren-, Paket- oder Finanzagenten“ zu beobachten. Verschiedene Tätergruppen bieten über Internetplattformen, Online-Jobbörsen, Zeitungsannoncen etc. scheinbar lukrative Jobangebote als „Paketmanager“, „Versandmitarbeiter“, „Testkäufer“, „Logistik-Assistent“, „Controller“ oder ähnliches an und locken mit einer hohen Bezahlung für vergleichsweise einfache Tätigkeiten: Waren- oder Paketagenten werden gebeten, Warensendungen bzw. Pakete anzunehmen, ggf. umzuverpacken, Rechnungen zu entnehmen, den Zustand zu „dokumentieren“ und an die vom „Arbeitgeber“ benannten Adressen – meist im Ausland - weiterzuleiten. Der versprochene Lohn wird in der Regel nicht gezahlt. Auf den ersten Blick wirken die Angebote mit „echten“ Arbeitsverträgen und professionell gestalteten Firmen-Logos seriös, dahinter verbirgt sich jedoch ein organisierter Betrug.
Bei den Waren handelt es sich oft um hochwertige Technik, Markenkleidung etc., die aus Internetbestellungen auf den Namen des „Paketagenten“ mittels betrügerisch erlangter Kreditkartendaten stammen. Der „Paketagent“ dient dazu, die Spur zu den im Hintergrund agierenden Tätern zu verschleiern. Auf diese Weise macht er sich schnell selbst strafbar und wird in der Folge mit zivilrechtlichen Forderungen geschädigter Firmen konfrontiert, da er der „Besteller“ und Empfänger der Pakete ist.
„Finanzagenten“ hingegen sollen Geld, das auf ihr Girokonto überwiesen wird, (oftmals per Bargeldversand und ins Ausland) an andere Personen weiterleiten. Dieses Geld stammt in der Regel aus sogenannten Phishing-Aktionen, bei denen Betrüger Konto-Zugangsdaten ihrer Opfer erschleichen, aus betrügerischen Internet-Aktionen etc. Auch „Finanzagenten“ setzen sich der Gefahr aus, selbst strafrechtlich verfolgt und mit zivilrechtlichen Forderungen dritter Personen konfrontiert zu werden.
Dein Studentenwerk Chemnitz-Zwickau