Ergebnisse der BAföG-Umfrage
Was wurde erfragt:
- Wir haben Fragen zur Studienfinanzierung, den Studienkosten, den Kontaktwegen, der Antragseinreichung, den Hürden der Studienfinanzierung und der Zufriedenheit mit der BAföG-Beratung gestellt.
Stichprobe:
- 1.306 Proband*innen nahmen an der Umfrage teil, darunter 36% Studierende im Bachelor, 30% im Master, 24% im Staatsexamen
- Die Anteile von In- und Auslands-BAföG-Antragstellern betragen jeweils knapp 50%.
- Umfragezeitraum 22. April bis 5. Mai 2025
Einkommensquellen:
- Neben dem BAföG finanzieren viele Studierende ihr Studium mittels eigenem Einkommen, finanzieller Unterstützung durch die Familie oder eigenen Ersparnissen sowie dem Kindergeld.
- Jeweils rund ein Drittel der befragten aktuellen BAföG-Empfänger hat im Durchschnitt monatliche Einnahmen in Höhe von 0 – 750 €, 751 bis 1.000 € bzw. mehr als 1001 €.
- Die monatlichen Gesamtausgaben für das Studium, die Wohnung, Lebensmittel usw. sind für Auslands-BAföG-Empfänger im Durchschnitt höher. Während nur 19% der Inlandsempfänger Ausgaben über 1001 € haben, liegt der Anteil der Auslandsempfänger bei 47%.
- Die Höhe des BAföGs liegt bei 46% der Inlands-Empfänger und 57% Auslands-Empfänger zwischen 751 € und 1.250 €.
Wege der Antragseinreichung:
- Mit 45% reichte fast die Hälfte der befragten Antragsteller ihren In- oder Auslands-BAföG-Antrag online über „BAföG Digital“ ein. 30% nutzten den postalischen Weg. Die Plattform „BAföG Digital“ ist auch unter Nichtnutzern mehrheitlich bekannt.
- Wer „BAföG Digital“ nicht nutzt, gibt mehrheitlich an, dass die Antragstellung über die Online-Plattform zu kompliziert sei und auch die digitale Ausweisfunktion ein relevantes Hemmnis ist.
Bearbeitungsdauer:
- Vom vollständigen Einreichen aller nötigen Unterlagen bis zum Erhalt des Bescheids empfinden 68% der Inlands-BAföG- und 75% der Auslands-BAföG-Antragsteller eine Bearbeitungsdauer von mehr als sechs Wochen als zu lang.
- Gleich viele Antragsteller erwarten eine Antwort auf inhaltliche Fragen innerhalb einer Woche.
Gründe gegen einen BAföG-Antrag:
- 55% derjenigen, die keinen BAföG-Antrag stellen gehen davon aus bzw. wissen, nicht anspruchsberechtigt zu sein.
- 18% der Befragten nutzen andere Finanzierungsmöglichkeiten und 17% möchten keine Schulden anhäufen.
Gründe für einen Antragsablehnung:
- Unter den Antragstellern ist die Höhe der Einkünfte der Eltern bzw. des Ehepartners der häufigste Grund für die Ablehnung des BAföG-Antrags.
- 73% der Antragsteller für Inlands-BAföG und 58% für Auslands-BAföG sind der Ansicht, dass ihnen die Gründe für die Antragsablehnung ausreichend dargelegt wurden.
Zufriedenheit mit der BAföG-Beratung:
- Die Gesamtzufriedenheit liegt bei 2,3.
- Positiv bewertet wurden die Beratung in allen Unterpunkten, Wartezeiten bei persönlichen Sprechzeiten sowie die zeitnahe Terminvergabe.
- Die Sprechzeiten, die telefonische Erreichbarkeit und die Bearbeitungszeit der Anträge wurde zufriedenstellend bewertet.
Wie geht es weiter?
Euer Feedback aus der Umfrage im Mai 2025 hat uns gezeigt, wo wir besser werden können – und genau das setzen wir jetzt um!
Bessere Erreichbarkeit
- Persönliche Beratung: Statt nur einem langen Sprechtag gibt es jetzt zwei feste Tage, an denen ihr uns persönlich erreichen könnt: jeden Dienstag und Donnerstag von 10:00 -11:30 & 12:30 – 17:00.
- Telefonische Beratung: Ihr könnt uns nicht nur während der beiden Sprechtage telefonisch erreichen, sondern auch individuelle Telefontermine von Montag bis Freitag vereinbaren. Somit sind wir nun an bis zu fünf Werktagen pro Woche telefonisch für euch da – also deutlich häufiger als bisher.
Individuelle Beratungsmöglichkeiten
Wir möchten, dass jede*r die passende Unterstützung bekommt:
- Individuell vereinbarte Termine für persönliche oder telefonische Beratung
- Ab 2026 zusätzlich die Möglichkeit von Video-Chats geplant, wenn ihr das bevorzugt
Mehr Information, weniger Unsicherheit
Wir wissen, dass rund um’s BAföG oft Vorbehalte und Unsicherheiten bestehen. Deshalb setzen wir auf:
- Frühzeitige Infos direkt in Schulen und auf Ausbildungsmessen
- Mehr Aufklärung und Werbung, damit ihr die Vorteile von BAföG kennt
- Stärkung der digitalen Plattform BAföG-Digital, damit der Antrag online noch einfacher wird
Verwaltungsvereinfachung für schnellere Bearbeitung
Wir bringen weiterhin aktiv Vorschläge in die Gesetzgebungsprozesse ein, um den gesamten Prozess zu verschlanken:
- Weniger Unterlagen, mehr Pauschalierungen
- Bereits umgesetzt: vereinfachte Vermögenserklärung und Wegfall von Nachweiserfordernissen
- Ziel: spürbar kürzere Bearbeitungszeiten durch einfachere Abläufe

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