Aktuelles zur Corona-Pandemie

Aufgrund der aktuellen Situation entfallen die persönlichen Sprechzeiten vollständig. Die telefonischen Sprechzeiten sind ebenfalls außer Kraft gesetzt.

Eine telefonische Erreichbarkeit der Abteilung ist gegenwärtig jeden:

Montag von 9:00 bis 11:00 Uhr,
Dienstag von 13:00 bis 15:00 Uhr und
Donnerstag von 9:00 bis 11:00 sowie von 13:00 bis 17:00 Uhr


gewährleistet.

Außerdem haben Sie jederzeit die Möglichkeit per E-Mail Kontakt zu Ihrem Sachbearbeiter aufzunehmen.

  • 06.04.2021: Regelstudienzeitverlängerung auch für das Sommersemester 2021

    Regelstudienzeitverlängerung auch für das Sommersemester 2021

    Stand: 06.04.2021

     

    Wegen der anhaltenden Pandemie ist in Sachsen für das Sommersemester 2021 ebenso wie für die beiden vorangegangenen Semester eine Regelstudienzeitverlängerung angedacht.

    Nach Mitteilung des zuständigen Ministeriums wurde das erforderliche Verfahren eingeleitet, um durch Rechtsverordnung die individuelle Regelstudienzeit auch für das Sommersemester 2021 zu verlängern. Die Rechtsverordnung wird voraussichtlich erst im Juni/Juli 2021 rückwirkend zum Beginn des Sommersemesters in Kraft treten.

    Somit wäre dann auch für das Sommersemester 2021 die Wertung als Nullsemester für fachsemestergebundene BAföG-Vorschriften vorzunehmen. Für Studierende, deren ursprüngliche Regelstudienzeit nach März 2020 endete, gilt dann eine von der ursprünglichen Regelstudienzeit abweichende, um bis zu drei Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit.

    Betroffen als pandemiebedingte Semester sind bisher das Sommersemester 2020, das Wintersemester 2020/2021 und (neu) das Sommersemester 2021. Diese werden bei allen BAföG-Vorschriften, welche eine (Fach-)Semester-Grenze vorsehen, nicht mitgezählt. Dies betrifft neben der Festlegung der Förderungshöchstdauer insbesondere die maßgebende Fachsemestergrenze bei einem Fachrichtungswechsel (§ 7 Abs. 3 BAföG) oder den Vorlagezeitpunkt eines Leistungsnachweises nach § 48 BAföG.

    Auch wenn eine endgültige Bewilligung erst nach Inkrafttreten der Rechtsverordnung möglich ist, kann jeder Betroffene den Folgeantrag bereits jetzt stellen. Der Antrag wirkt – wenn erforderlich - auf den Beginn des Sommersemesters zurück.

    Werden pandemiebedingte Verzögerungen vorgetragen, kommt alternativ eine Weiterförderung bereits vor Inkrafttreten der Rechtsverordnung nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG sowie § 48 Abs. 2 BAföG in Betracht.

    Die hierfür erforderlichen Formulare können unter dem folgenden Link abgerufen werden:
    https://www.xn--bafg-7qa.de/de/alle-antragsformulare-432.php

    Für Fragen stehen wir Ihnen gerne während unserer telefonischen Sprechzeiten zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Ausbildungsförderung sind gegenwärtig montags von 9:00 bis 11:00 Uhr, dienstags von 13:00 bis 15:00 Uhr sowie donnerstags von 9:00 bis 11:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr telefonisch erreichbar. Ihren Ansprechpartner und weitere Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Seite Kontakte & Sprechzeiten.

  • 09.03.2021: Rückwirkende BAföG-Antragstellung zum Beginn des Wintersemesters 2020/2021

    Rückwirkende BAföG-Antragstellung zum Beginn des Wintersemesters 2020/2021

    In Sachsen wurde im Dezember 2020 die gesetzliche Regelung zur Verlängerung der Regelstudienzeit für pandemiebeeinträchtigte Studiensemester beschlossen und rückwirkend ab dem 01.03. bzw. 01.04.2020 in Kraft gesetzt. Davon profitieren alle BAföG-Geförderten, deren ursprünglich gültige Regelstudienzeit mindestens bis zum Sommersemester 2020 andauerte und die einen entsprechenden Wiederholungsantrag gestellt haben.

    Aufgrund der sehr spät beschlossenen Gesetzesänderung bestand jedoch für viele Berechtigte praktisch erst im Januar 2021 die Möglichkeit, einen entsprechenden Wiederholungsantrag einzureichen. Da Ausbildungsförderung grundsätzlich erst ab dem Antragsmonat geleistet werden darf, war der Anspruch für die vergangenen Monate regelmäßig verloren.

    Da die Verantwortung für die verspätete Antragstellung aber nicht beim BAföG-Empfänger lag und sich diese auch nicht zu seinem Nachteil auswirken darf, gilt nun folgendes:

    Für Studierende deren Regelstudienzeit regulär mit dem Sommersemester 2020 endete, ist eine Antragstellung ausnahmsweise rückwirkend ab dem Beginn des Wintersemesters 2020/2021 möglich. Der Antrag muss jedoch bis spätestens 30.04.2021 gestellt werden.

    Sind bereits Wiederholungsanträge gestellt worden, lagen diese jedoch nicht bereits zum Beginn des Wintersemesters 2020/2021 vor, so werden diese entsprechend umgedeutet und Ausbildungsförderung ab Semesterbeginn nachgezahlt. Dazu ist kein gesonderter Antrag notwendig. Sollte die Bescheidänderung im Einzelfall nicht unter Zugrundelegung des vollständigen Bewilligungszeitraums gewünscht sein (etwa um die Anrechnung von in der Zwischenzeit erzieltem Einkommen zu verhindern), kann dies entsprechend erklärt werden. Das BAföG-Amt fragt hierzu nach.

    Bereits gestellte Anträge wegen Überschreitens der Förderungshöchstdauer werden ebenfalls nach der oben genannten Maßgabe als reguläre Anträge ab dem Beginn des Wintersemesters 2020/2021 umgedeutet. Das gilt auch, wenn die Anträge ganz oder teilweise abgelehnt wurden. BAföG-Leistungen werden ggf. entsprechend nachgezahlt.

    Endete die ursprüngliche Regelstudienzeit im Sommersemester 2020 und ist bereits Förderung über die ursprüngliche Förderungshöchstdauer hinaus bewilligt worden, wird der Bescheid automatisch in Regelförderung geändert. Wurde der Bewilligungszeitraum dabei nicht bis zum Ende des Sommersemesters 2021 festgesetzt, besteht hier nochmals die Möglichkeit einen entsprechenden Wiederholungsantrag zu stellen, wenn die Ausbildung nicht innerhalb der bereits bewilligten Förderungszeit abgeschlossen werden konnte.

    Nach Ablauf der nunmehr neu geltenden Förderungshöchstdauer (regelmäßig Ende Sommersemester 2021) kann ggf. erneut Ausbildungsförderung wegen nach § 15 Abs. 3 BAföG berücksichtigungsfähiger Verzögerungsgründe gestellt werden.

    Studierende, die wegen regulären Ablaufs ihrer Förderungshöchstdauer im Sommersemester 2020 bereits einen Antrag auf Studienabschlusshilfe nach § 15 Abs. 3a BAföG gestellt haben, wird ebenfalls rückwirkend Regelförderung gewährt. Bereits ergangene Bescheide werden ggf. entsprechend angepasst. Nach Ablauf der neu festgesetzten Förderungshöchstdauer kann erneut ein Antrag auf Studienabschlusshilfe gestellt werden. Dieser ist nicht verbraucht.

    Für Fragen stehen wir Ihnen gerne während unserer telefonischen Sprechzeiten zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Ausbildungsförderung beantworten Ihnen gern Ihre Fragen während der derzeitigen Sprechzeiten:

    • montags von 9:00 bis 11:00 Uhr
    • dienstags von 13:00 bis 15:00 Uhr
    • donnerstags von 9:00 bis 11:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr 

    Hier finden Sie Ihren Ansprechpartner und die weiteren Kontaktmöglichkeiten.

  • 04.02.2021: Hinweise zur Einreichung elektronischer Dokumente

    Haben Sie Fragen zur Einreichung elektronischer Dokumente?

    Die Digitalisierung eröffnet viele neue Wege und Türen - doch manchmal sorgt dieser Prozess auch für Verwirrungen und Unsicherheiten im Umgang mit der Übermittlung elektronischer Daten. Im Nachfolgenden möchten wir Sie daher gerne auf unsere Hinweise zur Einreichung elektronischer Dokumente aufmerksam machen.

  • 03.02.2021: Wichtiger Hinweis zur Wohnungskündigung und Auswirkung auf das BAföG

    Wichtiger Hinweis zu den BAföG-Leistungen bei Auszug aus dem Wohnheim

    In der aktuellen Situation kündigen viele Wohnheimbewohner ihren Mietvertrag und ziehen wieder in die Wohnung der Eltern. Hauptgrund wird hierbei sein, dass Kosten gespart werden sollen. Aber gerade bei denjenigen, die aktuell BAföG-Leistungen beziehen, geht diese Rechnung nicht unbedingt auf.

    Die Höhe der BAföG-Leistungen richten sich u. a. nach dem Bedarfssatz. Aktuell erhalten Studierende einen Bedarfssatz von 427,00 €. Dieser erhöht sich für die Unterkunft um 56,00 €, wenn Sie bei den Eltern wohnen. Im anderen Fall erhöht sich der Bedarfssatz um 325,00 €.

    Wer also im Studentenwohnheim wohnt, beansprucht aktuell einen Grundbedarf von 752,00 €. Wird der Wohnheimplatz gekündigt und wieder bei den Eltern eingezogen, ist das BAföG-Amt verpflichtet die Bedarfssätze anzupassen. Ab dem Folgemonat des Auszugs kann lediglich noch ein Bedarfssatz von 483,00 € gewährt werden. Unterm Strich sind das 269,00 € weniger Förderung. Das hat zur Folge, dass aufgrund der günstigen Mieten in unseren Wohnheimen nach dem Auszug also weniger Geld zur Verfügung steht als vorher.

    Bitte erkunden Sie sich bei Ihrem Sachbearbeiter oder Ihrer Sachbearbeiterin, ob die Kündigung Ihrer Wohnung zu einem finanziellen Nachteil führt.

  • 18.01.2021: Änderung Regelstudienzeit

    Änderung Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz - Regelstudienzeit
    (Stand: 29.12.2020)

    Am 29.12.2020 wurde eine Änderung des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes (SächsHSFG) durch Einfügung des § 114a veröffentlicht, die zum 01.04.2020 in Kraft getreten ist.

    Im Rahmen der Bewältigung der COVID-19-Pandemie gilt demnach für Studenten, die im Sommersemester 2020 immatrikuliert und nicht beurlaubt sind, eine von der Regelstudienzeit abweichende, um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit. Absatz 1 gilt für das Wintersemester 2020/21 entsprechend.

    Ergänzend zur Gesetzesänderung hat das SMWKT festgelegt, dass die pandemiebedingten Semester nicht als Fachsemester im Hinblick auf BAföG-Vorschriften, welche eine (Fach-)Semester-Grenze vorsehen, angerechnet werden. Diese Semester werden als sogenannte Null-Semester gewertet. Betroffen als pandemiebedingte Semester sind bisher das Sommersemester 2020 und das Wintersemester 2020/2021. Diese werden bei allen BAföG-Vorschriften, welche eine (Fach-)Semester-Grenze vorsehen, nicht mitgezählt. Dies betrifft neben der Festlegung der Förderungshöchstdauer insbesondere die maßgebende Fachsemestergrenze bei einem Fachrichtungswechsel (§ 7 Abs. 3 BAföG) oder den Vorlagezeitpunkt eines Leistungsnachweises nach § 48 BAföG.

    Wichtig vorab:

    • Studierende, deren Antrag zum Wintersemester 2020/21 abgelehnt wurde (z.B. weil Verzögerungsgründe nicht anerkannt werden konnten bzw. weil die Fachrichtung nach 4 Fachsemestern gewechselt wurde) und die gegen die Ablehnungsentscheidung keinen Widerspruch einlegten, sollten einen formlosen Antrag auf Überprüfung der Ablehnungsentscheidung stellen.

    • Studierende, die bisher davon ausgegangen sind, keinen Anspruch auf BAföG zu haben und deshalb überhaupt keinen Antrag stellten, sollten schnellstmöglich einen Antrag auf Ausbildungsförderung einreichen. Die hierfür erforderlichen Formulare können unter dem folgenden Link abgerufen werden:
      https://www.xn--bafg-7qa.de/de/alle-antragsformulare-432.php

    • Erfolgte bereits eine individuelle (z.B. auf Antrag der Studierenden) oder eine pauschale Nichtanrechnung eines pandemiebedingten Semesters auf die Regelstudienzeit, muss diese nach der gesetzlichen Regelung auf Antrag des Studenten von der Hochschule aufgehoben werden, bevor die individuelle Regelstudienzeitverlängerung nach § 114a SächsHSFG beansprucht werden kann. Dieser hochschulrechtlichen Regelung wird förderungsrechtlich nicht gefolgt. Für das BAföG bedarf es also keines Antrages der Auszubildenden nach § 114a Abs. 1 S. 2 SächsHSFG, um eine Verlängerung der Förderungsdauer beanspruchen zu können.

    Folgendes ist zu beachten:

    1. § 114a Abs. 1 S. 1 SächsHSFG enthält eine pauschale Verlängerung der Regelstudienzeit um ein Semester für alle im Sommersemester 2020 immatrikulierten und nicht beurlaubten Auszubildenden. Entsprechendes gilt für das laufende Wintersemester 2020/21.

    2. Aufgrund der Rückwirkung der gesetzlichen Regelung zum 1. April 2020 gilt des Weiteren, dass eine Verlängerung der Regelstudienzeit nach § 114a SächsHSFG nur dann eintritt, wenn die ursprüngliche Regelstudienzeit nach Beginn des Monats April 2020 endete. Endete die Regelstudienzeit vor April 2020, verbleibt es bei der ursprünglichen Regelstudienzeit und eine Förderung über die Regelstudienzeit hinaus ist nach wie vor nur bei Vorliegen eines der in § 15 Abs. 3 BAföG genannten Gründe möglich. Auszubildende, welche im Sommersemester 2020 bereits Studienabschlusshilfe nach § 15 Abs. 3a BAföG erhielten, erhalten demzufolge auch rückwirkend keine Regelförderung.

    Mögliche Konstellationen

    Kommt eine Verlängerung der Regelstudienzeit zum Tragen (also immer dann, wenn die ursprüngliche Regelstudienzeit nach Beginn des April 2020 endete), ist zwischen Studierenden zu unterscheiden, die innerhalb ihres Studiengangs, für den sie Ausbildungsförderung beantragen, bereits im Sommersemester 2020 immatrikuliert waren (vgl. Nr. 1) und solchen, die ihr Studium erst im Wintersemester 2020/2021 aufgenommen haben (vgl. Nr. 2).

    Nr. 1: bereits im Sommersemester 2020 immatrikulierte Studierende

    In diesem Fall wird die Regelstudienzeit um 2 Fachsemester verlängert. Hierzu folgende Beispiele:

    a) Sommersemester 2020 war das 2. Fachsemester (Regelfall im niedrigen Semester)

     

    aa) für Bachelor-, Staatsexamen- und Diplomstudiengänge gilt:

    Die Verpflichtung zur Vorlage des Leistungsnachweises gem. § 48 Abs. 1 BAföG verschiebt sich um zwei Semester nach hinten. Der Leistungsnachweis mit den üblichen Leistungen von 4 Fachsemestern muss damit nicht zum Wintersemester 2021/2022 sondern erst zum Wintersemester 2022/23 vorgelegt werden. Eine eventuell bestehende Verzögerung der Ausbildung muss nicht begründet werden. Die Verlängerung der Regelstudienzeit wird von Amts wegen berücksichtigt. Es ist jedoch rechtzeitig ein Antrag auf Weiterförderung zu stellen.

     

    bb) Für Masterstudiengänge gilt:

    Ein Weiterförderungsantrag ist rechtzeitig im Amt für Ausbildungsförderung zu stellen. Die Verlängerung der Regelstudienzeit auf das 5. und 6. Fachsemester wird von Amts wegen berücksichtigt. Ein Leistungsnachweis zum Beginn des 5. Fachsemesters muss nicht vorgelegt werden.

     

    b) Sommersemester 2020 war das 4. oder 6. Fachsemester (Regelfall im höheren Semester)

    aa) Förderungsantrag ab Wintersemester 2020/21 wurde bisher nicht beschieden oder abgelehnt

    (1) Die Verpflichtung zur Vorlage des Leistungsnachweises gem. § 48 Abs. 1 BAföG verschiebt sich um zwei Semester nach hinten. Der Leistungsnachweis mit den üblichen Leistungen von 4 Fachsemestern muss demzufolge spätestens zum Wintersemester 2021/22 vorgelegt werden. Bei nicht beschiedenen Anträgen und im Fall von offenen Widersprüchen gegen bereits erfolgte Ablehnungsentscheidungen wird die Verlängerung der Regelstudienzeit von Amts wegen berücksichtigt. In allen anderen Fällen sollte ein formloser Antrag auf Überprüfung der Ablehnungsentscheidung gestellt werden.

    (2) Die neu geregelte Verlängerung der Regelstudienzeit wird im Rahmen der Bearbeitung der Weiterförderungsanträge von Amts wegen berücksichtigt. Ein zusätzlicher Antrag neben dem erforderlichen regulären Weiterförderungsantrag muss nicht gestellt werden.

    (3) Wurde der Weiterförderungsantrag nach einem Fachrichtungswechsel nach 4 Fachsemesters zum Wintersemester 2020/21 wegen Fehlens eines unabweisbaren Grundes abgelehnt, kann ein formloser Antrag auf Überprüfung der Ablehnungsentscheidung sinnvoll sein, da der Fachrichtungswechsel nunmehr wie ein Wechsel nach 3 Fachsemestern zu behandeln ist. Eine Überprüfung erfolgt nicht von Amts wegen, außer in Fällen, in denen ein Widerspruch anhängig ist.

     

    bb) Förderungsantrag ab Wintersemester 2020/21 wurde bereits positiv beschieden

    (1) Ich erhalte Hilfe zum Studienabschluss in Form eines Volldarlehens (§ 15 Abs. 3 a BAföG)!

    Sollte die ursprüngliche Regelstudienzeit/Förderungshöchstdauer im Sommersemester 2020 geendet haben, wird der Bescheid in diesem Fall rückwirkend ab Semesterbeginn in eine Regelförderung (Zuschuss/Darlehen) geändert. Die Änderung erfolgt regelmäßig von Amts wegen. Sollten Sie im Einzelfall keinen Änderungsbescheid erhalten, ist ein kurzer formloser Antrag auf Überprüfung des Bescheids einzureichen.

    (2) Bei mir wurde ein sonstiger Grund (Pandemie, Krankheit, Gremientätigkeit, etc.) als Verlängerungsgrund vom BAföG-Amt anerkannt (§ 15 Abs. 3 Nr. 1-4 BAföG)!

    In diesem Fall muss kein Überprüfungsantrag gestellt werden. Sollte die Ausbildung nicht bis zum Ablauf des im Bescheid bewilligten Verlängerungszeitpunkt beendet sein, ist rechtzeitig ein Weiterförderungsantrag zu stellen, bei dem dann die Verlängerung der Bezugsdauer der Ausbildungsförderung von Amts wegen berücksichtigt werden kann.

    (3) Ich habe bereits einen positiven Leistungsnachweis vorgelegt (§ 48 Abs. 1 BAföG)

    In diesem Fall erfolgt eine Weiterförderung bis zum Ende der Förderungshöchstdauer (Weiterförderungsantrag nicht vergessen). Die Verlängerung der Regelstudienzeit um zwei Semester wird im Rahmen eines Weiterförderungsantrags von Amts wegen berücksichtigt, sollte die Ausbildung nicht rechtzeitig abgeschlossen werden können.

     

    cc) Im Sommersemester 2020 wurde Studienabschlusshilfe in Form von Volldarlehen (§ 15 Abs. 3a BAföG) geleistet, weil die Förderungshöchstdauer bereits abgelaufen war und Verzögerungsgründe damals nicht anerkannt wurden.

    In diesen Fällen verlängert sich die Förderungsdauer nach dem BAföG nicht. Allerdings verlängert sich die Dauer der Studienabschlusshilfe um maximal 12 weitere Monate. Unter dem Vorliegen von weiteren Voraussetzungen kann diese also für maximal 24 Monate bezogen werden.

     

     

    Nr. 2: Studium im Wintersemester 2020/2021 aufgenommen

    In diesem Fall wird die Regelstudienzeit um 1 Fachsemester verlängert. Hierzu wie folgt:

    a) Was muss ich tun, um ein Semester länger Förderung zu erhalten?

    Die Verlängerung der Förderungshöchstdauer um 1 Semester wird frühestens zum Beginn des 5. Fachsemesters bzw. zum Ende der ursprünglich bestehenden Regelstudienzeit relevant und wird vom Amt für Ausbildungsförderung von Amts wegen berücksichtigt. Vor Ablauf des jeweiligen Bewilligungszeitraums ist einfach ein Antrag auf Weiterförderung zu stellen.

     

    b) Leistungsnachweis, § 48 Abs. 1 BAföG

    Der Leistungsnachweis mit den üblichen Leistungen von 4 Fachsemestern muss erst zum Beginn des 6. Semesters (also zum Sommersemester 2023), folglich ein Semester später als sonst, vorgelegt werden. Ist dies beispielsweise nicht möglich, weil bestimmte Prüfungen erst im Jahresturnus angeboten werden, ist dies dem Amt für Ausbildungsförderung mit dem Weiterförderungsantrag anzuzeigen.

     

    c) Masterstudium ohne Bachelorabschluss

    Erfolgte eine Zulassung in den Masterstudiengang, obwohl z.B. die Bewertung der Bachelorarbeit noch aussteht, wird die Regelstudienzeit von Amts wegen um 1 Semester verlängert, sofern es bei der Immatrikulation im Master verbleibt.

     

    Wir bitten zu beachten, dass die einzelnen Konstellationen und Problemstellungen vielfältig und verschieden sind und aus diesem Grund hier nicht in allen Einzelheiten wiedergegeben werden können. Wir bitten dies zu berücksichtigen.

    Für Fragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Chemnitz und Zwickau gerne während unserer telefonischen Sprechzeiten und per Mail zur Verfügung.

  • 09.10.2020: Neue BAföG-Formulare

    Vor kurzem sind die neuen BAföG-Formblätter erschienen und werden zum Beginn des Wintersemesters 2020/2021 eingesetzt. Die zwei wesentlichen Änderungen der neuen

    Anträge sind:

    • eine farblich markierte Ausfüllhilfe, die Ihnen anzeigt, welche Frageblöcke von Ihnen selbst, welche von Ihrer Hochschule und welche von Ihren Eltern, Eheleuten oder Lebenspartnern ausgefüllt werden müssen
    • eine Spalte am rechten Rand mit Erläuterungen und Hinweisen zur jeweiligen Antragspassage

    Diese Neuerungen finden Sie im Erklärungsvideo zu den neuen BAföG-Formblättern erläutert.

  • 18.09.2020: Jetzt BAföG beantragen!

    Zum Wintersemester 2020/2021 gibt es einige Verbesserungen beim BAföG. Die Bedarfssätze steigen um 2 Prozent, die Freibeträge für das Einkommen der Eltern steigen um 3 Prozent. Der Förderungshöchstsatz wird somit auf 861 Euro erhöht. Außerdem kann man nun mehr Vermögen haben, ohne dass es Auswirkungen auf den Förderungsbetrag hat, nämlich 8.200 Euro anstatt bisher nur 7.500 Euro. Die Kinderbetreuungszuschläge steigen von 140 auf 150 Euro.

    Außerdem sind die BAföG-Antragsformulare neu und übersichtlicher gestaltet. Die Formulare können auf der Homepage des Bundesbildungsministeriums (BMBF) heruntergeladen werden.

    Wir empfehlen gerade den Erstsemestern, den BAföG-Antrag schnellstmöglich, spätestens jedoch zum offiziellen Beginn des Wintersemesters 2020/2021 im September (WHZ) bzw. Oktober (TU Chemnitz) zu stellen und damit nicht bis zum Beginn der Vorlesungszeit zu warten. Auch wenn der Beginn der Vorlesungszeit wegen der Corona-Pandemie für dieses Wintersemester nach hinten verschoben wurde, beginnt das Semester aber offiziell schon am 1. September bzw. 1. Oktober. Studierende würden auf die Förderung verzichten, wenn sie den Antrag erst zum Beginn der Vorlesungen im Oktober bzw. November stellen.

    Auch für Studierende, deren Familien durch Corona in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, könnte es sich durchaus lohnen, Kontakt mit dem BAföG-Amt aufzunehmen. Unter bestimmten Bedingungen kann es sinnvoll sein, einen BAföG-Antrag oder einen Aktualisierungsantrag zu stellen, nämlich dann, wenn zum Beispiel die Eltern über einen längeren Zeitraum erhebliche Einkommenseinbußen zu verzeichnen haben, beispielsweise aufgrund von monatelanger Kurzarbeit oder aufgrund von Arbeitslosigkeit.

    Viele Studierende wissen gar nicht, dass sie eine BAföG-Förderung erhalten können. Sie sollten sich auf jeden Fall von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im BAföG-Amt beraten lassen. Persönliche Sprechzeiten gibt es derzeit Corona-bedingt zwar noch nicht, wir sind aber natürlich telefonisch oder per E-Mail zu erreichen.

    Ihre Abteilung Studienfinanzierung

  • 18.09.2020: Besondere Regelungen für die Förderung von Auslandsaufenthalten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie

    Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden voraussichtlich noch längere Zeit anhalten. Dies kann auch direkten Einfluss auf die Bearbeitung und Bewilligung der Förderungsanträge für einen Auslandsaufenthalt haben. Wir bitten deshalb folgendes zu beachten.

    Die Förderung eines Auslandsaufenthaltes setzt trotz der aktuell schwierigen Reisesituation grundsätzlich weiterhin die tatsächliche Anwesenheit im Zielland voraus. Sollte jedoch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für das Zielland bestehen oder wenn die Einreise ins Zielland nicht möglich ist, kann Ausbildungsförderung ausnahmsweise auch dann geleistet werden, wenn die gewählte Ausbildung vorübergehend ausschließlich komplett online angeboten wird. Dann kann die Ausbildung auch von Deutschland aus als Online-Studium betrieben werden.

    Stellt die ausländische Hochschule im Laufe des Semesters von einem kompletten Online-Studium auf Präsenzveranstaltungen um, muss grundsätzlich auch ins Zielland gereist werden, damit weiterhin ein Anspruch auf Förderung besteht. Ebenso besteht eine Verpflichtung, die Umstellung von einem Online-Angebot auf ein Präsenz-Angebot dem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung mitzuteilen.

    Muss ein im Zielland betriebenes Studium coronabedingt vorzeitig beendet werden, kann in der Regel nach Deutschland zurückgekehrt werden, ohne dass der Förderungsanspruch erlischt. Die Auslandsförderung ist jedoch an die Bedingung der Teilnahme an Online-Kursen geknüpft, sofern die ausländische Hochschule derartige Kurse anbietet. Ist die Fortführung der Ausbildung aus Deutschland mangels Online-Kursen nicht möglich, wird trotzdem bis zum Ende des Bewilligungszeitraums mit Auslands-BAföG weiter gefördert. Nur wenn bei einem bestehenden Angebot von Online-Kursen diese nicht wahrgenommen würden, wäre es als förderungsschädlicher Ausbildungsabbruch/Unterbrechung zu werten und die Zahlungen wären einzustellen.

    Werden die Reisebeschränkungen später wieder aufgehoben und werden die Ausbildungsinhalte auch wieder in Präsenzveranstaltungen angeboten, muss die Ausbildung grundsätzlich auch wieder vor Ort im Zielland betreiben werden, wenn der Anspruch auf Auslands-BAföG fortbestehen soll.

    Auslandszuschläge für Reisekosten und Auslandskrankenversicherung werden nur dann berücksichtigt, wenn tatsächlich ins Zielland ausgereist wird bzw. solange man sich tatsächlich im Ausland aufhält.

    Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage des BMBF.

  • 01.09.2020: Es gibt wieder mehr BAföG!

    Auch zum Wintersemester 2020/2021 greift das beschlossene BAföG-Änderungsgesetz. Das heißt: wer bisher keine oder nur wenig BAföG-Förderung erhalten hat, könnte aufgrund der Anhebungen BAföG bzw. mehr BAföG erhalten!

    Der BaföG-Bedarfssatz wird um 2 % und die Freibeträge werden um 3 % angehoben. Der Grundbedarf erhöht sich von 419 € auf 427 €. Der Bedarf für die Unterkunft für bei den Eltern wohnende Studierende erhöht sich von 54 € auf 55 €. Der Regelbedarf erhöht sich damit für außerhalb des Elternhauses Wohnende von 744 € auf 752 €, für bei den Eltern Wohnende von 474 € auf 483 €. Die BAföG-Einkommensfreibeträge für Eltern, Ehegatten bzw. Lebenspartner, Geschwisterkinder und sonstige Unterhaltsberechtigte steigen um 3 %. Der Freibetrag für das Vermögen des Auszubildenden selbst steigt von 7.500 € auf 8.200 €.

    Außerdem sollen Studierende mit Kind besser unterstützt werden. Dazu wird der BaföG-Kinderbetreuungszuschlag von 140 auf 150 € erhöht.

    Natürlich bleiben die 450-Euro-Minijobs weiterhin anrechnungsfrei auf das Bafög.

    Weitere Informationen zu den BAföG-Änderungen finden Sie beim Deutschen Studentenwerk oder selbstverständlich auch auf unserer Seite Finanzen.

    Gern können Sie auch den BAföG-Rechner des Studentenwerks Göttingen rechnen lassen.

  • 16.06.2020: Beantragung Überbrückungshilfe möglich

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hilft Studierenden, die wegen der Corona-Pandemie nachweislich in akuter Notlage sind, mit insgesamt 100
    Millionen Euro Zuschüssen. Sie werden über die Studenten- und Studierendenwerke vergeben.

    Online-Beantragung hier: www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de

    Achtung: Die Überbrückungshilfe kann ab 16. Juni 2020, 12 Uhr mittags, online beantragt werden. Aus technischen Gründen können wir die Anträge aber erst ab 25. Juni 2020 bearbeiten, prüfen, und Auszahlungen veranlassen. Bitte haben Sie Verständnis und sehen Sie bis dann von Nachfragen bei uns ab, danke!
    Die wichtigsten Fragen zur Überbrückungshilfe finden Sie unter: Überbrückungshilfe für Studierende

    BMBF-Hotline zur Überbrückungshilfe:
    Telefon: 0800 26 23 003
    E-Mail: ueberbrueckungshilfe-studierende@bmbf.bund.de

  • 26.05.2020: Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die Regelstudienzeit – Auswirkungen auf den Förderungsanspruch nach dem BAföG

    In seinem 6. Offenen Brief zum Coronavirus vom 17. April 2020 hat der Rektor der TU Chemnitz mitgeteilt, dass sich das Rektorat darauf verständigt hat, das Sommersemester 2020 gemäß § 20 Abs. 5 SächsHSFG für alle Studierenden nicht auf die Regelstudienzeit anzurechnen.

    Gemäß des Beschlusses des Senats der WHZ vom 13. Mai 2020 besteht ebenfalls für alle im Sommersemester 2020 immatrikulierten und nicht beurlaubten Studierenden der WHZ die Möglichkeit, aufgrund des aktuell eingeschränkten Studienbetriebs, zu beantragen, dass die Studienzeit von einem Semester nicht auf die Regelstudienzeit ihres betreffenden Studienganges angerechnet wird.

    Insbesondere hinsichtlich der förderungsrechtlichen Auswirkungen erreichen uns seitdem viele Anfragen. Deshalb möchte wir hier einige grundlegende Aspekte klarstellen.

    Die Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die Regelstudienzeit hat grundsätzlich keine unmittelbare förderungsrechtliche Auswirkung. Es bleibt dabei, dass die Förderungshöchstdauer der Regelstudienzeit entspricht. Und hier ist ausschließlich die Studienzeit lt. Prüfungsordnung gemeint, in der ein berufsqualifizierender Abschluss erworben werden kann. Und das sind nach wie vor z.B. regelmäßig 6 Fachsemester im Bachelor und 4 Fachsemester im Master.

    Das Sommersemester 2020 wird also – trotz Nichtanrechnung - als reguläres Studiensemester gewertet und damit auch gezählt. Lassen Sie sich nicht beurlauben, besteht also weiterhin der volle Anspruch auf Ausbildungsförderung. Das zuständige Bundesministerium hat dazu eindeutig verfügt, dass die Studierenden durch die Folgen der Corona-Pandemie keine Nachteile erleiden sollen.

    Dies bedeutet aber auch, dass das Sommersemester 2020 als ganz normales Fachsemester zu zählen ist. Wer sich also im Sommersemester in seinem 6. Studiensemester Bachelor befindet, hat mit Ablauf des Sommersemesters seine Förderungshöchstdauer erreicht. Und das erfolgt unabhängig davon, ob hochschulrechtlich eventuell eine Rückstufung erfolgte.

    Das Sommersemester 2020 wird z.B. bei der Bemessung der Förderungshöchstdauer ganz normal mitgezählt. Eine pauschale Verlängerung der Förderungshöchstdauer oder auch eine automatische Verschiebung des Vorlagezeitpunktes der Leistungsbescheinigung bedeutet dies also leider nicht. Oder anders gesagt. Für die Studierenden, die ohne Pandemie mit Ablauf des Sommersemesters 2020 Ihre Förderungshöchstdauer erreicht hätten, ändert sich allein durch die Nichtanrechnung des Sommersemesters auf die Regelstudienzeit erst einmal nichts.

    Allerdings stellen unvermeidbare pandemiebedingte Ausbildungsunterbrechungen einen schwerwiegenden Grund im Sinne des § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG dar. Verlängert sich also pandemiebedingt die tatsächliche Studien- und somit Förderzeit über die Förderungshöchstdauer hinaus, ist eine Weiterförderung über den Verlängerungstatbestand nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG möglich. Das Vorliegen der Voraussetzungen ist in einem gesonderten Antragsverfahren zu belegen. (Antrag Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus)

    Das Gleiche gilt hinsichtlich des Vorlagezeitpunktes der Leistungsbescheinigung. Auch hier kann in einem gesonderten Antragsverfahren der Vorlagezeitpunkt der Leistungsbescheinigung um eine bestimmte Zeit verschoben werden, wenn die erforderlichen Leistungen für die Ausstellung eines positiven Leistungsnachweises aufgrund der Corona-Pandemie nicht erbracht werden konnten.

    Nochmals kurz zusammengefasst: Die Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die Regelstudienzeit führt zu keiner pauschalen und automatischen Verlängerung der Förderungszeit. Wer aber belegen kann, dass durch die Corona-Pandemie die erforderlichen Studienleistungen nicht zeitgerecht erbracht werden konnten, erhält auch entsprechend länger Förderung. Dazu sind lediglich die entsprechenden Anträge zu stellen und die pandemiebedingten Studienverzögerungen auf geeignete Art und Weise zu belegen.

    Bei Fragen und Unklarheiten zu dieser Problematik empfehlen wir telefonisch oder per Email Rücksprache mit unserem Amt für Ausbildungsförderung zu halten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Ausbildungsförderung sind gegenwärtig von Montag bis Donnerstag zwischen 9:00 und 11:30 Uhr und 13:00 bis 15:00 Uhr telefonisch erreichbar.

  • 17.04.2020: BAföG in der Pandemiezeit

    Das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau unterstützt Studierende in finanziellen Schwierigkeiten.

    Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie hat sich für viele Studierende und deren Eltern die Einkommenssituation deutlich verschlechtert – sei es wegen eines Jobverlusts oder Kurzarbeit. Ein Antrag auf BAföG kann diese finanziellen Schwierigkeiten abmildern. Etwa Dreiviertel der Studierenden haben bisher kein BAföG in Anspruch genommen, weil sie zum Beispiel das Studium mit einem Nebenjob selbst finanzierten oder das Einkommen der Eltern hoch genug für den vollständigen Ausbildungsunterhalt war. Um auf die nun eingetretenen Veränderungen im gesellschaftlichen Alltag reagieren zu können, bietet das BAföG neue Möglichkeiten.

    Wenn die Eltern weniger oder keinen Unterhalt mehr leisten können, empfiehlt es sich, einen Aktualisierungsantrag zu stellen. Dies ist unabhängig davon, ob die Studierenden vorher schon BAföG erhalten haben oder nicht. Die Berechnung der Förderung basiert dann auf der Grundlage des aktuellen Einkommens der Eltern und nicht mehr, wie bisher, auf dem des vorletzten Kalenderjahres. Damit steigen die Chancen auf eine finanzielle Unterstützung für die Studierenden erheblich.

    Darüber hinaus plant die Bundesregierung für die Studierenden, die bei einer Tätigkeit zur Pandemiebekämpfung Einkünfte erzielen, kurzfristig Sonderregelungen im BAföG zur bisherigen Anrechnung solcher Einnahmen zu schaffen.

    Wir empfehlen bei Fragen und Unklarheiten zur Antragstellung telefonisch oder per Email Rücksprache mit unserem Amt für Ausbildungsförderung zu halten. Die telefonischen Sprechzeiten wurden dafür außer Kraft gesetzt und eine telefonische Erreichbarkeit ist gegenwärtig von Montag bis Donnerstag zwischen 9:00 und 11:30 Uhr und 13:00 bis 15:00 Uhr möglich.

    Bei Nutzung des Antragsassistenten für BAföG-Anträge für den Freistaat Sachsen wird eine zügige Bearbeitung erreicht. Sie haben die Wahl, den Antrag bei entsprechenden technischen Voraussetzungen elektronisch zu übermitteln oder eine PDF-Datei des Antrags zu erstellen, die dann unterschrieben auf dem Postweg eingereicht werden kann. Das Verfahren bietet eine automatische Prüfung auf Vollständigkeit und Plausibilität der Angaben. Auch ist eine Checkliste zu notwendigen Unterlagen verfügbar. Dadurch können die Anträge schnell bearbeitet werden und eine baldige Auszahlung ist möglich.

    Trotz der derzeit notwendigen Aufhebung persönlicher Sprechzeiten erfolgt auch jetzt eine uneingeschränkte Bearbeitung der eingehenden Anträge auf BAföG – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Ausbildungsförderung sind weiterhin für die Studierenden da.

    Zusätzliche Informationen der Bundesregierung zu Corona und BAföG:

  • 27.03.2020: Studieren in der Pandemie - FAQ des DSW

    Berlin, 27. März 2020. Hat die Coronakrise Auswirkungen auf mein BAföG? Müssen mich meine Eltern weiterhin finanziell unterstützen, auch wenn sie Kurzarbeitergeld erhalten oder ihren Job verloren haben? Mein Nebenjob ist weggebrochen, was nun? Was ist mit meinen Mitbewohnerinnen, wenn ich meinen Mietvertrag in der WG kündige?

    Das Deutsche Studentenwerk (DSW) beantwortet auf seiner Website die derzeit drängendsten und wichtigsten Fragen der Studierenden zur Studienfinanzierung, zum BAföG und zur Miete.

    www.studentenwerke.de/de/content/corona-faqs-der-studenten-und

  • 25.03.2020: Weniger Elternunterhalt, Nebenjob weg? BAföG-Antrag stellen!

    Durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen kann sich auch die finanzielle Lage für Studierende schnell verschlechtern. Eigene Jobs fallen weg. Eltern können unter Umständen wegen Jobverlusts oder Kurzarbeit weniger oder gar keinen Unterhalt mehr leisten.

    Es könnte sich also nunmehr für Sie lohnen, einen BAföG-Antrag zu stellen, auch wenn Sie bisher kein BAföG bekommen haben. Wer bisher aufgrund der geringen Aussichten auf BAföG-Förderung von der Stellung eines Antrags abgesehen hat, könnte bei geänderten Einkommensverhältnissen der Eltern nunmehr einen Förderungsanspruch haben. Aber auch wenn Sie Ihre Vollzeitausbildung bisher aus eigenem Einkommen finanzieren und Ihr Arbeitsplatz nun wegfällt, können Sie den Förderungsanspruch auf Leistungen nach dem BAföG prüfen lassen.

    Aber auch diejenigen, die laufend einen Bewilligungszeitraum haben und noch nicht den Höchstbetrag an Förderung erhalten, können mit einem Antrag auf Aktualisierung prüfen lassen, ob aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Situation der Eltern ein höherer Förderungsanspruch entsteht. Im Falle einer Aktualisierung wird das aktuell niedrigere Einkommen der Eltern zugrunde gelegt, und nicht mehr das des vorletzten Kalenderjahrs. Die Chancen, mehr BAföG zu bekommen, steigen erheblich. Grundlage der Berechnung sind jedoch alle am Bewilligungszeitraum beteiligten Kalenderjahreseinkommen, also ggf. auch 2019 oder 2021.

    Können Ihre Eltern Ihnen den im Bewilligungsbescheid ausgewiesenen Unterhaltsbeitrag durch eine Einkommensminderung nicht mehr leisten und ist deshalb Ihre Ausbildung gefährdet, haben Sie die Möglichkeit, einen Antrag auf Vorausleistung nach § 36 BAföG zu stellen.

    Wir empfehlen bei Unklarheiten zur Antragstellung telefonisch Rücksprache mit unserem Amt für Ausbildungsförderung zu halten.

    Wichtige Infos für Sie:

    - Allgemeine Infos zur Antragstellung

    - Antragsassistent für Online-Anträge

    - Infos speziell zum Aktualisierungsantrag

    - Informationen der Bundesregierung zu Corona und BAföG:

    https://www.bafög.de/keine-nachteile-beim-bafoeg-wegen-corona-756.php

    https://www.bmbf.de/de/planungssicherheit-fuer-bafoeg-gefoerderte-bei-sozialem-engagement-11201.html

  • 18.03.2020: Weiterzahlung von BAföG bei späterem Semesterbeginn wegen pandemiebedingten Schließungen von Ausbildungsstätten

    Aufgrund der aktuellen Situation hat das zuständige Bundesministerium per Erlass verfügt, dass Studierende, Schülerinnen und Schüler, die auf Leistungen nach dem BAföG angewiesen sind, keine finanziellen Nachteile erleiden sollen, wenn ihre Ausbildungsstätte wegen der COVID-19-Pandemie geschlossen oder der Semesterbeginn verschoben wird.

    Alle bereits bewilligten Leistungen werden weiter gewährt, auch wenn Schulen geschlossen werden oder wenn der Beginn des Sommersemesters 2020 verschoben wird. Dies soll in der aktuellen Ausnahmesituation Klarheit und Planungssicherheit schaffen.

    Das Gleiche gilt auch bei der Förderung von Ausbildungen im Ausland, wenn dort Ausbildungsstätten geschlossen werden oder wenn die Ausbildung im Ausland wegen Einreisebeschränkungen nicht rechtzeitig aufgenommen werden kann. Auch Studienanfänger, die zum Sommersemester 2020 erstmals BAföG beziehen, erhalten ihre Leistungen wie vorgesehen bereits ab dem Zeitpunkt, an dem die Vorlesungen jeweils regulär beginnen sollten.

    BAföG-Geförderten wird also bei Schließungen von Schulen und Hochschulen oder Einreisesperren in andere Staaten ihre Ausbildungsförderung (weiter)gezahlt.

    Betroffenen, die ein Auslandsstudium oder Auslandspraktikum abbrechen müssen, raten wir dringend, nicht nur dem zuständigen Auslandsamt den Abbruch mitzuteilen, sondern auch zeitnah mit dem zuständigen Förderungsamt im Inland in Kontakt zu treten, da in der Regel ab dem Folgemonat des Abbruchs ein (Weiter)Förderungsantrag im Inland zu stellen ist.

Finanzen: BAföG, Stipendium und Co.

Nächste BAföG-Anhebung ab Wintersemester 2020/21

Zum Wintersemester 2020/2021 greift die nächste Stufe des BAföG-Änderungsgesetzes. Das heißt, wer bisher keine oder nur wenig BAföG-Förderung erhalten hat, könnte aufgrund der Anhebungen BAföG bzw. mehr BAföG erhalten.

Was erhöht sich?

  • Der BAföG-Bedarfssatz wird um 2 % und die Freibeträge werden um 3 % angehoben.
  • Der Grundbedarf erhöht sich von 419 Euro auf 427 Euro.
  • Der Bedarf für die Unterkunft für bei den Eltern wohnende Studierende erhöht sich von 54 Euro auf 55 Euro. Der Regelbedarf erhöht sich damit für außerhalb des Elternhauses Wohnende von 744 Euro auf 752 Euro, für bei den Eltern Wohnende von 474 Euro auf 483 Euro.
  • Die BAföG-Einkommensfreibeträge für Eltern, Ehegatten bzw. Lebenspartner, Geschwisterkinder und sonstige Unterhaltsberechtigte steigen um 3 %.
  • Der Freibetrag für das Vermögen des Auszubildenden selbst steigt von 7.500 Euro auf 8.200 Euro.
  • Der BAföG-Kinderbetreuungszuschlag erhöht sich von 140 Euro auf 150 Euro, um Studierende mit Kind besser zu unterstützen

 

Lassen Sie sich gern in unseren BAföG-Ämtern in Chemnitz und Zwickau individuell beraten.

 

BAföG

Je nach Hochschulort, Studiengang und persönlichen Bedürfnissen variieren die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten von Studierenden stark. Monatlich fallen für Miete und Nebenkosten, Lernmittel, Kleidung, Versicherungen, Ernährung und individuelle Bedarfe Ausgaben an. Im Durchschnitt sind das in Deutschland 819 Euro.

Wenn Sie die finanziellen Mittel nicht selbst oder mit Hilfe der Eltern aufbringen können, haben Sie die Möglichkeit, Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, besser bekannt als "BAföG" zu beantragen. Auf BAföG besteht ein Rechtsanspruch nach Maßgabe des Gesetzes, wenn dem Auszubildenden die Mittel anderweitig nicht zu Verfügung stehen. BAföG ist die günstigste Form, ein Studium zu finanzieren, denn innerhalb der Regelstudienzeit wird es zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen gewährt, die andere Hälfte gibt es als Zuschuss. Außerdem müssen max. 10.010 Euro zurückgezahlt werden. Den Rest gibt es geschenkt!

Wer sich nicht sicher ist, ob er einen Anspruch hat, sollte in jedem Fall einen Antrag stellen!

Weitere Finanzierungsquellen

Möglichkeiten für ein regelmäßiges Einkommen bieten zum Beispiel Nebenjobs, Stipendien oder auch Kredite. Auch ein Studentenwerksdarlehen kann Ihnen helfen, eine unverschuldete finanzielle Notlage zu überbrücken. In Ausnahmefällen kann für Studierende ein Antrag auf Sozialleistungen, wie Wohngeld und Arbeitslosengeld II in Frage kommen.

Gern beraten wir Sie hierzu persönlich.

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Fragen zu weiteren Finanzierungs-möglichkeiten?

Wenden Sie sich gern an unsere Sozialberaterinnen in Chemnitz und Zwickau.