Finanzen: BAföG, Stipendium und Co.

BAföG

Je nach Hochschulort, Studiengang und persönlichen Bedürfnissen variieren die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten von Studierenden stark. Monatlich fallen für Miete und Nebenkosten, Lernmittel, Kleidung, Versicherungen, Ernährung und individuelle Bedarfe Ausgaben an. Im Durchschnitt sind das in Deutschland 819 Euro.

Wenn Sie die finanziellen Mittel nicht selbst oder mit Hilfe der Eltern aufbringen können, haben Sie die Möglichkeit, Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, besser bekannt als "BAföG" zu beantragen. Auf BAföG besteht ein Rechtsanspruch nach Maßgabe des Gesetzes, wenn dem Auszubildenden die Mittel anderweitig nicht zu Verfügung stehen. BAföG ist die günstigste Form, ein Studium zu finanzieren, denn innerhalb der Regelstudienzeit wird es zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen gewährt, die andere Hälfte gibt es als Zuschuss. Außerdem müssen max. 10.010 Euro zurückgezahlt werden. Den Rest gibt es geschenkt!

Wer sich nicht sicher ist, ob er einen Anspruch hat, sollte in jedem Fall einen Antrag stellen!

Nächste BAföG-Anhebung ab Wintersemester 2022/23

Wer bisher keine BAföG-Förderung erhalten hat, könnte aufgrund der Anhebungen ab dem Wintersemester 2022/2023 nun BAföG erhalten: Ausprobieren und online BAföG-Antrag stellen! Wer weiß, ob sonst nicht Förderung verschenkt wird.

Was erhöht sich?

  • Der Grundbedarf erhöht sich von 427 € auf 452 €.

  • Der Bedarf für die Unterkunft für bei den Eltern wohnende Studierende erhöht sich von 56 € auf 59 €. Der Regelbedarf erhöht sich damit für außerhalb des Elternhauses Wohnende von 752 € auf 812 €, für bei den Eltern Wohnende von 483 € auf 511 €.

  • Die Maximalförderung (einschließlich Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag) steigt von 861 € auf 934 für außerhalb Wohnende, für bei den Eltern Wohnende von 592 € auf 633 €. Bei über 30-jährigen steigt der maximal mögliche Bedarfssatz sogar auf 1.018 € an.

  • Die BAföG-Einkommensfreibeträge für Eltern, Ehegatten bzw. Lebenspartner, Geschwisterkinder und sonstige Unterhaltsberechtigte steigen um +20,75 %.

  • Der Freibetrag für das Vermögen des Auszubildenden selbst steigt von 8.200 € auf 15.000€ für unter 30-Jährige und bei über 30-Jährigen auf 45.000€

  • Der BAföG-Kinderbetreuungszuschlag erhöht sich von 150 € auf 160 €, um Studierende mit Kind besser zu unterstützen.

  • Der Einkommensfreibetrag für Studierende wird von 290 € auf 330 € angehoben. Dies führt dazu, dass künftig ein 520 €-Minijob beim BAföG anrechnungsfrei bleibt, d.h. bei einem Minijob bleibt die Höhe der BAföG-Förderung unverändert.

  • Die Altersgrenzen für den Bezug von BAföG werden auf 45 Jahre angehoben. Ausnahmen, z.B. Kindererziehung/-pflege, gelten weiterhin.

Lassen Sie sich gern in unseren BAföG-Ämtern in Chemnitz und Zwickau individuell beraten.

Direkt zum Online-Antrag

Weitere Finanzierungsquellen

Möglichkeiten für ein regelmäßiges Einkommen bieten zum Beispiel Nebenjobs, Stipendien oder auch Kredite. Auch ein Studentenwerksdarlehen kann Ihnen helfen, eine unverschuldete finanzielle Notlage zu überbrücken. In Ausnahmefällen kann für Studierende ein Antrag auf Sozialleistungen, wie Wohngeld und Arbeitslosengeld II in Frage kommen.

Gern beraten wir Sie hierzu persönlich.

Fragen zu weiteren Finanzierungsmöglichkeiten?

Wenden Sie sich gern an unsere Sozialberaterinnen in Chemnitz und Zwickau.